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Evang. Kirche Wil SG

Tatyana Gaam
4. Aug.
1 Min. Lesezeit

Vom Ersatz der Heizungssteuerung zum neuen Energiekonzept

Die Evangelische Kirche Wil SG wird heute vollständig mit 100% Strom beheizt. Ursprünglicher Auslöser des Projekts war der notwendige Ersatz der veralteten Heizungssteuerung.

Statt lediglich die bestehende Steuerung zu erneuern, wurde gemeinsam mit kirchenklima.ch die gesamte Wärmeversorgung betrachtet. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie entstand daraus ein Konzept, mit dem die direkte Elektroheizung durch ein wesentlich energieeffizienteres Heizsystem ersetzt werden kann.


Luft-Wasser-Wärmepumpe statt Elektroheizung

Als zukünftige Wärmeerzeugung ist eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe vorgesehen. Die bestehenden Kellerräume der Kirche werden genutzt, um die Wärme effizient im gesamten Gebäude zu verteilen und die notwendigen Installationen möglichst unauffällig in die bestehende Bausubstanz zu integrieren.

Die Wärmeabgabe im Kirchenraum erfolgt über NE-Konvektoren, die einen effizienten Betrieb mit niedrigen Systemtemperaturen ermöglichen.


Effiziente Technik, sorgfältig in den Kirchenraum integriert

Ein Teil der NE-Konvektoren erhält neben der Wärmeabgabe eine zusätzliche Funktion: Die Gehäuse werden so gestaltet, dass sie gleichzeitig als Prospekt- und Bücherablagen genutzt werden können.

Damit wird die neue Heiztechnik nicht als Fremdkörper im historischen Kirchenraum wahrgenommen, sondern funktional und optisch ansprechend in die bestehende Nutzung und Gestaltung integriert.

Eine erste gemeinsame Begehung mit der Denkmalpflege verlief sehr positiv. Insbesondere der Ansatz, die energieeffiziente neue Heiztechnik möglichst zurückhaltend und gestalterisch passend in den bestehenden Kirchenraum zu integrieren, stiess auf positive Resonanz.


Rund 70 % weniger Energie

Durch den Wechsel von der direkten Elektroheizung auf die Wärmepumpenlösung wird gemäss Machbarkeitsstudie eine Energieeinsparung von rund 70 % erwartet.

Das Projekt zeigt, wie sich Energieeffizienz, moderne Gebäudetechnik und die Anforderungen an einen schützenswerten Kirchenraum miteinander verbinden lassen. Aus dem ursprünglich vorgesehenen Ersatz einer veralteten Heizungssteuerung entsteht so ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Wärmeversorgung der Kirche.

 
 
 

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